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L+200 – Teil 4: Dichtigkeitsprüfung in der Soyuz

Dies ist der vierte Teil einer Serie von Logbucheinträgen, welche zurückblicken auf die Abreise, die Landung und die Wiederanpassung.

[forts.] Das Anschnallen in der Soyuz geht nicht so schnell wie das Anlegen eures Sicherheitsgurtes: Der Raum ist beengt, die Position unkomfortabel, einige der Gurte sind schwer zu erreichen. Zusätzlich macht es die Schwerelosigkeit, wie ich während der Dichtigkeitsprüfung des Sokol Anzuges merkte, nicht einfacher, da der Körper nicht fest im Sitz bleibt. Ich war daher froh, als alles fertig war: Sauerstoff- und Ventilationsschläuche befestigt, Kommunikations- und Biomedizinkabel befestigt, Schulter-, Schoß- und Kniegurte festgezogen. Ich zog sie noch nicht fest an, da es noch einige Stunden bis zur Bremszündung und unserem Wiedereintritt in die Atmosphäre dauern würde. Trotz der physischen Anstrengung des Festziehens war mir im Sokol Anzug nicht besonders warm, weswegen ich die Belüftung nicht einschaltete und somit noch einige Minuten Ruhe genießen konnte.

Über Funk hörten wir die vertraute Stimme unseres Soyuz Instruktors Dima, welcher heute Dienst für space-to-ground hatte, so wie er in hunderten Stunden im Simulator in Star City unsere „Stimme des Kontrollzentrums“ war. Er fragte mich nach dem Status des Anziehens unserer Anzüge und ich berichtete, dass ich angeschnallt war und Anton gerade Terry im Orbitalmodul half. Anschließend rief ich auf meinem Kommando-und-Kontrolldisplay die Seite auf, die die technischen Parameter unseres Raumfahrtzeugs anzeigte. Alles sah gut aus, außer, dass unser CO2 Level anstieg, nahe 4mm Hg. Ich wollte es gerade berichten, aber die Missionskontrolle in Moskau beobachtete es bereits über die Telemetrie: Dima gab mir über Funk die Anweisung, unsere CO2 Reinigung zu aktivieren, etwas früher, als es in der Checkliste vorgesehen war.

Noch ein paar Druckreporte von Terry und Anton, welche ich an Moskau weitergab, und die Dichtigkeitsprüfung war abgeschlossen und bestanden: abdocken von der ISS war nun gefahrenfrei. Übrigens, ich sollte noch hinzufügen, dass wir außerdem einige Tage vor dem Abdocken einen Check der Lage-Düsen durchführten. Zuerst schalteten die Flugkontrolleure die ISS in den Drift Modus, was bedeutet, dass die Station sich selbst erlauben würde, durch die Düsenzündung der Soyuz leicht aus der üblichen Lage gebracht zu werden, ohne aktiv gegen diese Störungen vorzugehen. Anschließend nahmen Anton und ich in unseren Sitzen in der Soyuz Platz, wir konfigurierten die Soyuz Systeme so, dass die manuelle Kontrolle die Düsenzündungen steuern würde und Anton richtete die Düsen nacheinander in allen sechs Freiheitsgraden aus, sodass wir sichergehen konnten, dass sie korrekt auf alle Kontrolleingaben reagieren würden, sowohl die primären als auch die sekundären Systeme.

Zurück zum Abreisetag, nun war Terry an der Reihe, sich im Sitz festzuschnallen. Nach einigen Minuten schloss sich uns auch Anton im Landemodul an und schloss die Luke, die uns vom Orbitalmodul trennte.

Auf diesem Screenshot von unserem Startvideo kann man sehen, wie eng es in der Soyuz ist!
Auf diesem Screenshot von unserem Startvideo kann man sehen, wie eng es in der Soyuz ist!

Sobald wir alle festgeschnallt waren, zogen wir unsere Handschuhe an und schlossen den Helm, um die Dichtigkeitsprüfung unserer Anzüge zu starten. Als erstes drehten wir das blaue Regulierventil an der Brust auf die geschlossen Position und die Ventilationsströmung der Lüfter blies den Anzug leicht auf. Danach gab Anton einen kurzen 5-sekündigen Countdown, an dessen Ende er die Stoppuhr startete, während ich gleichzeitig das Ventil öffnete, das Sauerstoff in unsere Anzüge strömen ließ. Jeder von uns beobachtete den Druckanstieg im Anzug auf den Manometern unserer Handgelenke und berichtete, sobald wir 0.1 atm und 3.5 atm erreicht hatten, sodass Anton die „Füllzeiten“ aufschreiben konnte. Die Bodenkontrolle folgte dem Ganzen ebenfalls, da wir vor der Dichtigkeitsprüfung den Übertragungsschalter festgesetzt hatten.

Nachdem wir 3.5 atm erreicht hatten, ließ jeder von uns den Anzug wieder entleeren, die Strömgeschwindigkeit mit dem Ventil regulierend, sodass unsere Ohren Zeit hatten, sich an den Druckabfall zu gewöhnen. Anschließend öffneten wir unsere Helme und ich schloss die Versorgung von den Sauerstofftanks. Wir würden die Handschuhe nun erst wieder nach der Landung ausziehen.

Gute Neuigkeiten: alle Anzüge hatten sich innerhalb der nötigen Zeit „aufgefüllt“, sodass die Dichtigkeitsprüfung bestanden war. Eine weitere potenzielle Hürde unserer Abreise lag nun hinter uns! [forts.]

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L+200 – Teil 3: Die letzten Momente in Schwerelosigkeit

Dies ist der dritte Teil einer Serie von Logbucheinträgen, welche zurückblicken auf die Abreise, die Landung und die Wiederanpassung.

[forts.] Nach dem Ablassen des Drucks aus dem Vestibulum beobachteten wir für einige Minuten die Druckanzeigen des Landemoduls und des Orbitalmoduls unserer Soyuz: beide waren stabil, es gab also kein offensichtliches, schnelles Leck (nicht, dass wir eines erwartet hätten!).

Natürlich mussten wir noch ein langsames Leck prüfen, bevor wir uns von der Station trennen und uns auf die Luke der Soyuz verlassen würden, unsere Luft drinnen zu behalten. Die komplette Dichtigkeitsprüfung dauerte 30 Minuten, mit Messungen des Drucks im Vestibulum alle 5 Minuten, aber da es keinen schnellen Druckabfall gab, konnten wir sicher die Luke des Landemoduls öffnen und zurück ins Orbitalmodul schweben, um unsere Sokol Anzüge anzuziehen.

Wie geplant ging ich als erstes. Anton und Terry blieben im Landemodul, während ich die Soyuz Toilette benutzte. Ich wollte meine Blase so spät wie möglich leeren: ich trug zwar eine Windel, war allerdings nicht sicher, sie in den Stunden der Schwerelosigkeit, die noch zwischen uns und dem Bremsmanöver lagen, auch benutzen zu können. Für mich funktionieren Windeln und Schwerelosigkeit irgendwie nicht zusammen, wie ich beim Aufstieg erfahren hatte.

Ich zog meinen biomedizinischen Gürtel mit direktem Hautkontakt und danach meine Sokol Unterwäsche an, Anton und Terry regelmäßig die Manometerwerte durchgebend, sodass sie sie an den Boden berichten konnten. Über die Dauer von 30 Minuten lag der maximal erlaubte Druckanstieg bei 1mm Hg, um die Luken als dicht bezeichnen zu können.

Anton kam zu mir ins Orbitalmodul, um mir beim Anziehen des Sokol Anzuges zu helfen. Um die Dinge zu beschleunigen, hielt ich mich mehr oder weniger fest, um mich so ruhig wie möglich zu halten, damit Anton sich um das Schnüren und Schließen kümmern konnte. Das ist eins der coolen Dinge als Astronaut: man kann sich als Erwachsener von jemand anderem anziehen lassen und niemand lacht einen aus!

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Wie Anton erwähnte hatten wir nicht allzu viel Zeit. Aufgrund eines Tests der Kurs Antennen, welcher während des Abdockens im Hintergrund läuft, würde die Bodenkontrolle das Aktivierungskommando des Orientierungs- und Navigationssystems über eine Stunde früher als an einem üblichen Abflugtag senden. Wir sprachen zu diesem Zeitpunkt bereits zur Moskau Zeit, da dies die Zeit ist, nach der sich die Soyuz Operationen richten: die Nacht zuvor hatten wir fleißig die wichtigen Zeiten in unsere Checklisten geschrieben, basierend auf dem Radiogramm, welches wir von der Missionskontrolle Moskau geschickt bekamen. Uns trennte von nun an nicht nur das Vakuum von der Station, sondern, auf eine Art und Weise, auch drei Stunden!

Nachdem ich meinen Sokol Anzug angezogen hatte, welcher mich im Falle eines Druckverlustes während des Wiedereintritts am Leben halten würde, trank ich einen letzten Schluck Wasser aus einem Beutel, der im Orbitalmodul verbleiben würde, nahm einen letzten Snack und glitt in meinen Sitz im Landemodul. Es entging mir nicht, dass dies meine letzten Sekunden der Schwerelosigkeit sein würden: einmal in meinem Sitz angeschnallt würde ich mich erst nach der Landung wieder losschnallen. [forts.]

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L+200 – Teil 2: Das Schließen der Luken

Dies ist der zweite Teil einer Serie von Logbucheinträgen, welche zurückblicken auf die Abreise, die Landung und die Wiederanpassung.

11. Juni 2015
Trotz des eng gesteckten Zeitplans vor der Abreise fand ich genug Zeit für eine letzte Tour durch die Raumstation: nur ein schnelles Durchschweben, versuchend, alles aufzunehmen und im Gedächtnis zu speichern. Oh, und ein letzter Flug durch das Labor, mich genau richtig von den Handleisten an einem Ende abstoßend, um gerade zur anderen Luke zu fliegen. Es wirkt nun so natürlich – die ersten Tage, als schweben noch eine Herausforderung war, liegen viele Monate in der Vergangenheit.

Ich warf meine letzten Hygieneartikel weg, die sich noch in Node 3 befanden und außerdem einige Kleidungsstücke aus meiner Kabine, wonach ich nur noch die Kleidung „besaß“, die ich in dem Moment trug. Ich loggte mich von meinen persönlichen Computern ab: sollte mir irgendwer ab jetzt eine e-mail in den Weltraum schicken, werde ich sie niemals lesen, da ich nie wieder Zugriff auf diese e-mail Adresse haben werde. Ich schaute ein letztes Mal ins Columbus Modul um sichergehen, dass ich es in gutem Zustand hinterlassen würde. Albern, auf eine Art und Weise, ich habe für Columbus keine andere formelle Verantwortung als für jeden anderen Ort auf der Raumstation, aber ich schätze, ich habe mich immer ein bisschen in Verantwortung gefühlt für dieses Stück Europas im Weltraum. Zuletzt zeigte ich Scott, wo er mein übriggebliebenes Bonusessen finden würde. Mir ging vor ein paar Tagen das Olivenöl aus: ich schätze, es ist wirklich Zeit, zu gehen.

Um 06:00 Uhr traf ich Anton in der Soyuz, um ein paar Checks und Aktivierungsarbeiten durchzuführen. Alles lief reibungslos und zügig. Dann war es Zeit, etwas Wasser und einen last-minute Snack im Orbitalmodul der Soyuz zu verstauen, sicherzugehen, dass alle Checklisten vorhanden waren und 07:00 Uhr zu warten, um die Luken zu schließen.

Wir hatten unsere Verabschiedungsgrüße bereits letzte Nacht während des Abendessens ausgetauscht, es war trotzdem ein intensiver Moment, als wir uns ein letztes Mal mit Scott, Gennady und Misha umarmten. Noch mehr sogar, als Anton und Gennady die Luken schlossen. Für einen Moment wurde mir überaus klar, dass das Leben auf der ISS weitergehen würde, dass wir allerdings kein Teil davon sein würden. Es war allerdings keine Zeit, bei diesem Moment zu verweilen, wir mussten uns nun darauf fokussieren, sicher zur Erde zurückzukehren. Das Schöne an der Raumfahrt ist, dass es immer ein Lukenschließen gibt, das unmissverständlich zu verstehen gibt, dass etwas zu Ende geht und es Zeit ist, sich auf das zu konzentrieren, was als nächstes kommt.

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Erste Priorität: all die vor-Abflug Aufgaben erledigen und das pünktlich, beginnend mit den Soyuz- und Stationsluken. Wie ihr euch sicher denken könnt, wenn ihr dieses Logbuch verfolgt habt, mussten wir dazu das Vestibulum drucklos machen, der Raum zwischen zwei Luken. Zur Sicherheit (sollte die externe Luke von Soyuz tatsächlich lecken) begaben wir uns ins Landemodul und schlossen die Luke, um uns vom Orbitalmodul zu isolieren. Anschließend schickte ich das Kommando, um das Druckausgleichsventil zu öffnen und wir sahen zu, wie der Druck im Vestibulum auf fast null fiel. Obwohl wir noch immer fest mit der Raumstation verbunden waren, trennte uns von nun an ein Vakuum von unseren Freunden im Inneren. [forts.]

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L+200 – Teil 1: Die letzten Stunden an Bord der ISS

Nach einem Sommer voller Reha und Nachbesprechungen (und ja, zwei Wochen Urlaub) ist es an der Zeit, die Geschichte meiner Mission zur ISS abzuschließen. Dies ist der erste Teil einer Serie von Logbucheinträgen, welche zurückblicken auf die Abreise, die Landung und die Wiederanpassung.

11. Juni 2015
Es sieht so aus, als meinten Sie es diesmal ernst: nach einer einmonatigen Verzögerung wollen sie diesmal wirklich, dass wir heimkehren.

Es gab ein frühes Aufwachen an unserem letzten Tag auf der ISS: die morgendliche, tägliche Planungskonferenz, unsere Abstimmung mit den Kontrollzentren, um den Tag zu beginnen, war für 01:00 Uhr terminiert! Wir gingen gestern allerdings bereits am frühen Nachmittag schlafen, tatsächlich haben wir sogar seit einigen Tagen unseren Schlaf verschoben. Das Abdocken findet erst um 10:18 Uhr statt, aber es gibt noch einiges zu tun, bevor wir das Kommando zum Öffnen der Haken senden können, welche unsere Soyuz an die Raumstation angeschlossen halten. Und wenn ihr denkt, wir nähmen uns Zeit, mental auf Wiedersehen zu sagen, gemächlich unsere letzten Stunden im All auskostend, nun…natürlich denkt ihr das nicht, ihr wisst es besser!

Tatsächlich war der Morgen so geschäftig wie immer. Scott und ich waren bereits vor der Konferenz im Columbus Modul, uns gegenseitig bei Blutentnahmen assistierend. Dies war eine sogenannte Umgebungstemperatur-Blutentnahme (ambient blood draw), was bedeutet, dass die Röhren nicht in den MELFI Gefrierschrank kommen, sondern an Bord der Soyuz auf die Erde zurückkehren. Sie werden aus dem Landemodul geholt, sobald wir dort heraus geborgen werden. Die Blutentnahme war nicht anders als jede andere, die wir bisher hatten, allerdings wirkten die Verpackungsanweisungen gewaltig, vor allem für einige bestimmte Röhren, die Scott für seine Zwillingsstudie nutzt. Ich werde ihm für immer dankbar sein, dass er das Verpacken selbst erledigte, sodass ich noch etwas Zeit für eine letzte Tour durch die Raumstation hatte. Danke, Scott!

Allerdings bekam auch ich meine Portion Verpacken zu tun. Erinnert ihr euch an das Stammzellendifferenzierungsexperiment aus dem Logbucheintrag L+141-L+144?
http://www.logbuch-iss.de/2015/04/17/l141-l144-ein-alternativplan-fuer-dragons-verzoegerte-ankunft/
Nun, diese Proben kehren heute ebenfalls heim, also holte ich sie aus dem MELFI Gefrierschrank und packte sie in isolierende Beutel. Es gibt, wie ihr euch vorstellen könnt, nicht viel Platz im Soyuz Landemodul, also packen wir alles so kompakt wie möglich. Im Fall von Teilen, die früh geborgen werden müssen, schreiben wir die Nummer des Pakets auf einen grünen Aufkleber und machen außerdem ein Bild davon, welches dem Bergungsteam am Landepunkt zur Verfügung gestellt wird, sodass sie genau wissen, wonach sie schauen müssen. Natürlich lädt Anton die Soyuz exakt anhand des Frachtplans: bei einem Raumfahrzeug ist es wichtig, dass der Schwerpunkt am richtigen Ort liegt, vor allem bei der Heimkehr zur Erde!

Ich habe der Wissenschaft heute übrigens nicht nur Blut gespendet. Als erstes nach dem letzten Aufwachen in meinem schwebenden Schlafsack nahm ich drei Speichelproben – eine 10 minütige Routine, welche ich bereits oft für die Experimente Microbiome und Speichelmarker gemacht habe. Oh, und nicht die Urinproben vergessen! Ich nehme bei jeder Gelegenheit Urinproben und packe sie in den MELFI Gefrierschrank, bis die Luken sich schließen. Der Glanz der Raumfahrt…

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Bild: Proben des Experiments Stammzellendifferenzierung aus dem MELFI Gefrierschrank holen

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Erstes Frühstück nach der Landung

Das erste Frühstück in meinem temporären Zuhause in Houston, ich genieße die Klänge, Gerüche und Geschmäcker der Erde. Ich fühle mich super, aber die Schwerkraft ist hart.

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L+170: Schon gehört? Ich bleibe noch ein paar weitere Wochen im Weltraum!

Habt ihr die Neuigkeiten schon gehört?

Heute hat Roskosmos, die russische Raumfahrtagentur, offiziell bekanntgegeben, dass unsere Landung auf Anfang Juni verlegt wurde, was bedeutet dass…Terry, Anton und ich bleiben noch ein paar extra Wochen im Weltraum!

Während ich das hier schreibe, kann ich immer noch nicht glauben, dass unser ursprüngliches Landedatum morgen gewesen wäre und ich nun zum letzten Mal in meinen ISS Schlafsack springen würde. Ich schätze, ich war mental noch nicht ganz bereit, zu gehen. Teils sicher auch, weil diese Planänderung bereits einige Zeit in der Luft hing.

Nach dem Verlust von Progress 59P vor zwei Wochen wurde uns allen klar, dass der nächste Start einer Soyuz verschoben werden würde, um Zeit für eine komplette Untersuchung, die Implementierung eventueller Korrekturen und möglicherweise den vorherigen Start eines weiteren unbemannten Fahrzeugs zu erkaufen.

Ob unsere Rückkehr auch verschoben werden würde, war weniger klar: auf der einen Seite hat es Vorteile, eine komplette Crew an Bord zu haben, auf der anderen Seite hatten wir gerade ein Versorgungsschiff verloren und Verbrauchsmaterialien hätten ein Problem werden können (wurden sie aber nicht, wie sich herausstellte).

Während wir auf die ISS Partneragenturen warteten, eine Entscheidung zu treffen, wurde unser Zeitplan mit den Aktivitäten gefüllt, die uns für eine normale Landung auf dem Plan halten: Wir führten eine Dichtigkeitsprüfung unserer Sokol Druckanzüge durch (Prüfung bestanden!), wir zogen zur Probe unsere Kentavr Kompressionshosen an, wir sammelten weiter Fracht für unsere Soyuz, inkl. unserer persönlichen 1,5kg Zuteilung und wir packten einige andere persönliche Dinge für ihre Rückkehr zur Erde an Bord von Dragon. Anton und ich frischten unsere Kenntnisse des manuellen Wiedereintritts auf. Da die finale Entscheidung, unsere Landung zu verzögern noch nicht getroffen war, mussten wir bereit sein.

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Allerdings wurde der Test von Soyuz‘ Steuerdüsen, der für Freitag angesetzt war, abgesagt und an dem Punkt war uns klar, dass wir nicht am 13. Mai heimkehren würden. Bereit und glücklich, zu bleiben!

Und keine Sorge: Ich habe noch Unterwäsche, Socken und sogar einen meiner Bonus-Essen-Container übrig. Ich bin wirklich froh, dass ich einige dieser Basisvorräte aufgespart hatte, nur für den Fall der Fälle! Ich konnte sogar einige T-Shirts wiederfinden, die ich bereits genutzt hatte, um Dinge für die Heimkehr mit Dragon darin einzuwickeln: sie haben vielleicht noch einige Klebereste des grauen Klebebandes an sich, aber sie tun ihren Zweck, sollte ich sie brauchen!

Wo ich von Dragon spreche, es sieht aus, als wäre Terry unerwartet für die gesamte SpaceX-6 Mission hier oben: wir packen sorgfältig und laden Säcke in Dragon und schaffen damit Platz auf der ISS, was immer gern gesehen ist.

Wir führen außerdem noch einige vorbereitende Arbeiten durch, um PMM an die Node-3-vorwärts Lokation umzuziehen und, wer weiß…? Das tatsächliche Umziehen könnte möglicherweise bald passieren, anstatt nächsten Sommer. Da wir hier oben so bald nirgendwo hingehen, finden die Planer sicher gute Verwendung für unsere Zeit an Bord.

Und ich hätte unheimliche Lust, wenn auch nur für ein paar Tage, auf einen 360° Rundumblick aus der Cupola!

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L+159 – L+160: „Scott, der Vampir“ nahm mir für Cardio-Ox 7 Röhren Blut ab.

Freitag war einer der Tage, an denen regelmäßige Toilettengänge etwas komplizierter als üblich waren… es war Zeit für eine weitere 24-Stunden-Urinsammlung, am Samstagmorgen gefolgt von einer Blutentnahme – diesmal von „Scott, dem Vampir“, der mir half, sieben Röhren zu füllen.

Diese Sammlungen erfolgten zur Unterstützung des Cardio-Ox Experiments, von dem ich im letzten Logbucheintrag sprach, wie auch für die „Biochemisches Profil“ (Biochemical Profile) und „Repositorium“ (Repository) Projekte des Johnson Space Center.

L+157 – L+158: Ein weiteres Wochenende vorüber – nur noch eins übrig

Dies sind keine tatsächlichen Experimente, sondern sie zielen eher darauf ab, Daten zur Verfügung zu stellen, die potenziell eine Vielzahl an Forschungsexperimenten, sowohl aktuelle wie auch zukünftige, für die menschliche Adaption an die Raumfahrt unterstützen.

„Biochemical Profile“ testet die Urin- und Blutproben auf eine Vielzahl von Proteinen und Chemikalien, welche bekannte Indikatoren für den Metabolismus des Körpers (Biomarker) sind: es wird eine Datenbank erstellt und die Daten können Forschern, die diese zur Unterstützung ihrer Untersuchungen anfordern, zur Verfügung gestellt werden.

„Repository“ ist ein ähnliches Konzept, allerdings mit Blick auf die Zukunft. Urin- und Blutproben werden auf lange Zeit unter kontrollierten Bedingungen gelagert und werden in der Zukunft Forschern zur Verfügung gestellt, die für ihren Bedarf einen wissenschaftlichen Anlass vorweisen können. In Zukunft werden Forscher diese Proben mit fortgeschrittenen Analysemethoden untersuchen können und sie könnten sich dann vielleicht sogar für Biomarker interessieren, die uns heute noch gar nicht bekannt sind!

Ich schloss meine 24-Stunden Urinsammlung mit dem ersten Toilettenbesuch am Samstag ab, aber drei Stunden nach dem Frühstück füllte ich eine weitere Röhre, zusammen mit einer Speichelprobe, für das italienische Experiment Knochenmuskelcheck (Bone Muscle Check). Dieses zielt darauf ab, Analyse von Speichelproben zu validieren, um die Reduzierung von Knochen- und Muskelmasse zu bestimmen. Falls zuverlässige Biomarker im Speichel gefunden werden, muss man nicht mehr auf invasivere und zeitintensivere Blutentnahmen zurückgreifen!

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Im Bild seht ihr etwas von unserem Laborequipment für die Humanforschung, zusammen mit einem Beutel für die Urinsammlung. Wie ihr euch vorstellen könnte, würde das urinieren in einen Becher hier oben nicht besonders gut funktionieren. Ich erinnere mich, wie ich einen neuen weiblichen Adapter auf meinem allerersten Parabelflug vor fast genau 5 Jahren ausprobierte – in der Kabine eines Schwerelosigkeits-Flugzeugs, aber in einem speziellen Zelt.

Ich gebe außerdem zu, dass ich einige Geräte zur Urinsammlung in Baikonur dabei hatte und mit ihnen vor dem Start übte. Am Ende gibt es genau zwei Dinge, mit denen man sich vor dem Start in den Weltraum vertraut machen möchte: das Raumschiff und allem, was das Benutzen der Toilette angeht!

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L+157 – L+158: Ein weiteres Wochenende vorüber – nur noch eins übrig

Ein weiteres Wochenende ist vorbei, nur noch eins bleibt für mich übrig auf der Raumstation. Das große Event des Wochenendes war natürlich das erste Espresso-Kochen, welchen wir nun in 3D-gedruckten Schwerelosigkeits-Bechern genießen können…davon erzähle ich euch in einem anderen Logbucheintrag, versprochen.

Fürs Erste muss ich noch auf die Aktivitäten der letzten Woche zurückkommen.

Mittwoch war der Tag, als wir erfolgreich Dragon leer geräumt hatten…und nahtlos zum nächsten Kampf übergegangen sind: packen und laden!

Wie ihr euch vielleicht erinnern könnte, hatten wir bereits ein wenig gepackt, bevor Dragon ankam, vorbereitete Säcke mit einem grünen „SpX-6 Return“ Aufkleber und einer spezifischen Nummer am Node 2 vorwärts Endpunkt. Nun ist es Zeit, diese Säcke mit mehr Dingen zu füllen, die zurückkehren und, natürlich, weitere Säcke vorzubereiten.

Es ist angenehm, nun Dinge in Dragon einladen zu können. Mit der neu angekommenen Fracht und der, die auf die Erde zurückkehrt und im Momentauf der ISS verstaut ist, kann die logistische Situation herausfordernd sein: im PMM, unserem haupt-Staumodul, sind die meisten Rack-Fronten gefüllt mit großen Säcken, welche mit Seilen befestigt sind. Dinge aus den eigentlichen Stauräumen zu bekommen erfordert also etwas Arbeit und Geduld!

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In Bezug auf Wissenschaft arbeitete ich am Mittwoch und Donnerstag primär am fortschreitenden TripleLux-A Experiment und meiner letzten Sitzung Cardio-Ox.
Cardio-Ox ist übrigens die Kurzform des Namens. Falls ihr euch für den vollen Namen des Experiments interessiert, hier ist er: „Bestimmung der Beziehung zwischen Biomarkern von oxidativem und entzündlichem Stress und des Risikos von Gefäßverkalkung bei Astronauten während und nach langzeitlichen Raumflügen“.

Wenn ihr die Geduld hattet, das bis zum Ende zu lesen, der Name sagt eigentlich alles! Es ist nur logisch anzunehmen, dass Raumfahrt, aufgrund der Aussetzung von Strahlung, veränderter Nahrungsaufnahme, reduzierter physischer Aktivität und einer insgesamt anstrengenden Umgebung erhöhte Werte von oxidativem Stress und Entzündungen hervorrufen kann.

Beide dieser unerwünschten Zustände können indirekt gemessen werden, indem man die Konzentration von bestimmten Molekülen im Blut und Urin misst: Diese Moleküle sind die „Biomarker“ im Titel des Experiments. Das erste Ergebnis des Experiments ist es also, oxidativen Stress und Entzündungswerte zu bestimmen und zu diesem Zweck stellte ich während der Mission einige Blut- und Urinproben zur Verfügung.

Der zweite Teil jedoch besagt: Wie hängen oxidativer Stress und Entzündungen mit dem Risiko für Gefäßverkalkung zusammen? Um dies zu bestimmten, führte ich einige über die Ferne gesteuerte Ultraschalluntersuchungen meiner Halsschlagader und Oberarmarterien durch, um nach strukturellen und funktionalen Veränderungen Ausschau zu halten, die als gute Anzeichen für ein Risiko für Gefäßverkalkung gelten. Übrigens, dies ist eine Langzeitstude: die letzte post-Flug Sitzung findet 5 Jahre nach dem Flug statt.

Ich bin nicht sicher, ob ich dann noch Logbucheinträge schreiben werde, aber falls doch und ihr interessiert seid, schaut nach dem Eintrag R+1825!

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L+155 – L+156: Progress hat es nicht zur ISS geschafft…aber niemand geht hungrig zu Bett!

Eine weitere Woche auf der ISS ist vorüber, eine meiner letzten an Bord. Die Zeit fliegt, wenn man Spaß hat!

Nun, die größte Neuigkeit der letzten Woche ist, wie ihr sicher gehört habt, dass das russische Versorgungsschiff Progress 59P es nicht zur ISS geschafft hat.

Am Dienstagmorgen bekamen wir einen Anruf aus Houston, dass die russische Missionskontrolle das Missionsprofil auf ein zwei-Tages-Rendezvous heruntergestuft hat, im Gegensatz zum üblichen 6-Stunden-Profil, nach dem Progress am frühen Nachmittag an der ISS angedockt wäre.

Natürlich gibt es eine Menge kleiner Probleme, die eine Veränderung zum zwei-Tages-Profil nötig machen können, also erwarteten wir an diesem Punkt noch, dass Progress am Donnerstag an seinem Parkplatz ankommen würde. Wir wissen inzwischen, dass 59P nie an der ISS ankommen wird. Die Missionsleiter in Moskau haben mit den ihnen zur Verfügung stehenden Telemetrie- und Kommandosteuerungsmöglichkeiten heldenhaft alles in ihrer Macht stehende getan, aber leider waren alle Bemühungen, die Versorgungsmission zu retten nicht erfolgreich.

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Der Fokus der Gemeinschaft hat sich nun von den Wiederherstellungsversuchen zur Analyse der Panne verschoben, um die Ursache zu finden. Wir werden mehr wissen, sobald unsere russischen Kollegen die Untersuchung abgeschlossen haben, was zwangsläufig eine Weile dauern wird.

In der Zwischenzeit beurteilen Teams die Auswirkungen auf das ISS Programm: wie ist die Situation? Was ist mit den Müllbeseitigungskapazitäten, die verloren sind? Was sind die Konsequenzen für den nächsten Soyuz Start und damit die Auswirkungen auf die ISS Aktivitäten?

Wie ihr euch vorstellen könnte, ist das ein kompliziertes Problem und, wie so oft, bin ich froh, dass ich nur eine Astronautin und nur dafür zuständig bin, meine Aufgaben hier oben zu erfüllen. Die Leute am Boden haben, gerade in diesen Tagen, einen sehr viel härteren Job.

Die guten Neuigkeiten sind, dass wir nicht so bald einen Nahrungsmittel-, Wasser- und Sauerstoffengpass oder einen anderer wichtiger Verbrauchsmaterialien haben werden – wir haben genug Spielraum. Auf dem Außenposten der Menschheit im Weltraum geht kein Astronaut hungrig zu Bett!

Und wir sind wie immer beschäftigt damit, die Raumstation in Form zu halten, Fracht zu verladen und, natürlich, wissenschaftliche Experimente durchzuführen. Am Dienstag z.B., als die Geschichte mit Progress sich offenbarte, verbrachte ich die meiste Zeit des Tages mit dem Hirnablauf-Experiment (Drain Brain) der Italienischen Raumfahrtagentur: eine Ultraschallsitzung am Morgen plus Atemsitzungen mit dem Plethysmografen am Morgen und am Nachmittag. Wenn hier bei euch nichts klingelt, habt ihr eventuell den Logbucheintrag L+57 – L+58 verpasst, wo ich von Drain Brain sprach.

http://www.logbuch-iss.de/2015/01/23/l57-l58-logbuch/

Gratulation an das Team zum Abschluss des Experiments!

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http://www.astronautinews.it/tag/logbook

(Trad FR) Traduction en français par +Anne Cpamoa ici:
https://spacetux.org/cpamoa/category/traductions/logbook-samantha

(Trad ES) Tradducción en español por +Carlos Lallana Borobio aqui:
http://laesteladegagarin.blogspot.com.es/search/label/SamLogBook

(Trad Russo) +Dmitry Meshkov
http://samlogbook-ru.livejournal.com

Alle Bilder © ESA/NASA

L+151 – L+154: Willkommen zurück, alte Freunde C. Elegans

Nachdem ich letzte Woche an einigen neuen Experimenten arbeitete, beschäftigte ich mich am Donnerstag größtenteils mit Arbeit an Fracht, vor allem mit dem Auspacken der gigantischen Säcke die, wie ich schon erwähnte, wir aus Dragon entfernten und temporär auf der Station lagerten, während wir andere wichtige wissenschaftliche Dinge ausluden.

Man kann nie sagen, wie lange es dauern wird, einen Sack auszupacken, wenn man nur von der Anzahl der Gegenstände ausgeht: Selbst einige wenige Teile können lange brauchen, wenn die Orte zum Verstauen eine Herausforderung sind. Sagen wir zum Beispiel, dass man ein Rack drehen muss, um zum Staufach auf der linken, gewölbten Seite zu kommen, die die gegen die zylindrische Hülle eines Moduls zeigt.

Ein Rack zu drehen ist an sich nicht kompliziert, oft muss man aber Dinge aus dem Weg der Rotation wegräumen: Säcke, Kabel, Computer, Kameras…und sie alle anschließend wieder zurücklegen. Stellt euch vor einen Teil eurer Wand zuhause zu drehen, um an einen geheimen Raum dahinter zu kommen, nur, dass ihr viele Dinge an der Wand und der Decke hängen habt!

Wie auch immer, ich schulde euch ein paar Worte zum Fadenwürmer-Muskel-Experiment (Nematode muscle), an dem ich letzte Woche arbeitete. Zu allererst, willkommen zurück auf der Internationalen Raumstation an unsere alten Freunde, die C. Elegans. Ja, dank ihres sehr gut verstandenen genetischen Aufbaus sind diese kleinen Würmer sehr beliebte Musterorganismen, auf dem Planeten und auch abseits davon. Erinnert ihr euch an das Epigenetics Experiment?

Aber lasst uns über dieses neue Experiment sprechen. Wie der Name schon sagt, beschäftigt es sich mit Muskeln, genauer gesagt mit Muskelatrophie. Es ist inzwischen klar, dass Muskelatrophie eine Auswirkung der Raumfahrt ist und es ergibt natürlich Sinn, noch verstehen wir allerdings nicht die biologischen Mechanismen, die zum Muskelschwund führen.

Wir Astronauten können diesen negativen Effekten entgegentreten, indem wir jeden Tag trainieren, weil wir gesund sind. Was aber ist mit kranken Menschen, die bettlägerig sind? Die molekularen Mechanismen zu verstehen, die Muskelatrophie verursachen, könnten dabei helfen, diesen Menschen zu helfen.
Wie so oft in der Wissenschaft ist Fadenwürmer-Muskeln ein Folgeexperiment, das auf vorangegangener Weltraumforschung aufbaut.

Das Team hat über einige Jahre bereits herausgefunden, dass C. Elegans im Weltraum eine reduzierte Proteinkonzentration in ihren Muskeln und ihrem Cytoskelett (den „Knochen“ der Zellen) entwickeln. Interessanterweise verschiebt sich ihr Metabolismus auch in einen Energiesparmodus. Die Frage ist jetzt: wie empfangen Zellen die Signale, die diese Veränderungen auslösen? Wie wird die Nachricht übertragen? Und, für die von euch, die sich für Biologie interessieren, vor allem soll die Insulin/IGF-1 Signalübertragung untersucht werden, um zu sehen, ob sie allein für die Änderung des Metabolismus verantwortlich sein kann. Vielleicht ist auch das Gegenteil der Fall, dass es da mehr herauszufinden gibt, wie die Zellen ihre „Nachricht“ bekommen. Faszinierende Sache!

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Am Wochenende war es hier oben übrigens ziemlich ruhig. Wir hatten sogar den größten Teil des Freitags frei, um uns von 2 Wochen kontinuierlicher Arbeit zu erholen, was nett war. Terry und ich machen uns in nur zwei Wochen auf den Heimweg und es gibt noch einiges zu tun, um unser Leben auf der Raumstation abzuschließen und alles für die nächsten Bewohner unseres Außenpostens im Weltraum fertig zu machen.

PS: Vielen Dank an +Dmitry Meshkov, der von nun an dieses Logbuch ins Russische übersetzt, angefangen mit den neuesten Einträgen.

Und natürlich nochmals vielen Dank an die italienischen, französischen, spanischen und deutschen Übersetzer von #SamLogbook für ihre tolle Arbeit! Ihr Leute seid super!

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